ADAC-Ortsclub Ulm/Neu-Ulm e.V.

 

 

Solide Vorstellung

(Ostalb-Rallye, Abtsgmünd 11.04.2015)

 

Bis ins Frühjahr hinein hatten wir mit Umbauten am Fahrwerk und der Umstellung auf eine andere Rad-/ Reifenkombination zu tun. Bis alles geliefert, eingebaut, montiert und eingestellt war, natürlich wollten die Herren der TÜV-Zulassungsstelle auch zufrieden gestellt werden, war es April geworden.

Der Frühling hatte sich schon mal mit 20°C gemeldet und mir eine heftige Pollenallergie beschert und mein Zustand war so eine Art „Notlaufprogramm“. Doch am Veranstaltungstag war das Klima erträglich. Die Abnahmen liefen etwas holprig. In der Dokumentenabnahme war unser Unterschriftenblatt verschüttet worden und die Techn. Kommissare nörgelten wieder am Zertifikat der Zelle herum – aber alles liess sich klären. Dann galt es die 5(!) versch. WP’s zu besichtigen. Die Besichtigungsrunde unterschied sich etwas vom späteren Wettbewerb und war manchmal etwas nachlässig kilometriert. Aber die WP’s selber waren ordentliche Aufgaben, sehr selektiv. Ich war eher skeptisch, dass bei nur 2x abfahren ein genauer Schrieb herauskommen würde. Zudem ein Regenschauer schlammige Asphaltpassagen im Wal produziert hatte. Aber – das war die Aufgabe.

Doch die Rallye begann mit einem Chaos an der Start-ZK. Der Veranstalter hatte mit Klassenzusammenlegungen (wir waren bei den 1600ern eingruppiert) die Startreihenfolge so verändert, dass die TK’s mit Reifen kennzeichnen nicht nach kamen, der Weg zur Startrampe im Stau versank und der Start-ZK Zeitnehmer die Welt nicht mehr verstand. Ich hatte versucht das etwas zu ordnen und auf dem Eintrag meine ZK Zeit bestanden. Später liess ich dann die Startreihung wieder auseinander sortieren. Ich war schon mal genervt. WP-1 brachte einen Vorgeschmack auf die rutschigen Bedingungen, die der Regenschauer gerade in den Waldlagen hinterlassen hatte. Inzwischen lichtete sich das Feld der 1600er: Die Golf Fraktion musste nach WP-2 die Wagen abstellen. WP-3: Die Ausfahrt nach dem Rundkurs hatte es ganz schön in sich. Die Auffahrt auf die grössere, gut asphaltierte, Strasse war etwas speziell. Wenn man die Linie genau getroffen hatte, machte der Wagen eine leichte Korkenzieherbewegung auf die Fahrbahn. Später dann sollte eine Schikane für Verlangsamung sorgen – die stand so weit auseinander, dass das fast voll dadurch ging. „Welche Schikane?“ hatten wir uns entgeistert angeschaut. Doch die Ausfahrt war dann noch eine unsagbare Bolzerei: 5er und 4er Kurven mit Geraden dazwischen. Aber Jürgen freundete sich mehr und mehr mit der neuen Fahrwerkskonfiguraion und den grösseren Rädern an. Mit breitem Grinsen rollten wir zum Stop-Punkt „Des war jetzt guad!“. Regrouping. Wir hatten Gelegenheit den 2. VW Polo im Feld zu begutachten. Mit Nr.70 waren Heilmann/Hanakam im Wettbewerb, die ihrem 1300er Doppelvergaser Triebwerk 125PS zuschrieben. „Ordentlich gebaut“ hatte Jürgen geurteilt. Mit Bernhard/Glasen im R2 Opel Adam war die Klasse komplett. Nicht Porsche Werksfahrer Timo Bernhard war der Pilot, sondern sein Papa – ein netter motorsportverrückter älterer Herr. Die WP-4 brachte dann wieder bekanntes Terrain. Wir hatten auch Passagen befahren, die ich beim Rallyesprint – Untergröningen schon gesehen hatte. Den Schluss bildete die WP-5 nach Pommertsweiler, vielleicht als Herkunftsort von Uwe Nittel bekannt. Zum Schluss begann es auch noch etwas zu tröpfeln, aber unproblematisch. Am Ende hatten wir eine fehlerlose Rallye.  „Da geht noch mehr, ich muss mich nur trauen. Aber der hebt gut! “ hatte der Schwabe die Wettbewerbserprobung des geänderten Fahrwerks und der neuen Rad-/Reifenkombination  resumiert.

Die Auswertung ergab dann: Gesamtrang 83 (bei 109 Startern) und Klassenrang 2 (5 Starter) in der H<1600ccm. Wir sind schneller als die andere Polo Besatzung, immerhin 105sek. auf 35 WPkm. Der Klassensieg geht an Berhard/Glasen, der Gesamtsieg der Rallye an Wild/Ruf im BMW.

Es gibt noch ein paar Baustellen im Bereich Hinterachse, Zelle und vordere Bremse – aber eins nach den anderen.